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Ein Chef, der Zeit hat

“Ein Chef, der Zeit hat”

das Buch wurde zum Preis „Ecomicus 2017“ nominiert,
Kategorii: “das beste Wirtschaftsbuch des Jahres”

Buchbeschreibung

Wie sieht das Management ohne Manager in Wirklichkeit aus
Das andere Modell der Verwaltung einer Organisation, auf das im Titel dieses Buches Bezug genommen wird, ist eines, in dem es keine Machthierarchie gibt, und anstatt Anordnungen zu  erteilen werden unabhängige Entscheidungen getroffen. Dies geschieht nach der folgenden Regel: jeder kann eine Entscheidung treffen, wenn er die Verantwortung dafür übernimmt und niemand ein festes Veto meldet.
Der Begriff selbst und die Regeln, nach denen die “türkise (teal) Organisation” funktioniert, wurde von Frederic Laloux in dem bekannen Buch “Reinventing Organisations” vorgeschlagen und beschrieben. Es wurde zu dem Stein, der die Lawine bewegte – die “teal” Revolution fegt durch die Geschäftswelt.

Es ist schön, es ist großartig, dass es Organisationen gibt, in denen Mitarbeitern so viel Freiheit und Vertrauen gegeben wird. Sie fühlen sich dadurch sicherlich mehr erfüllt. Nur was ist mit der Firma selbst? Was ist mit ihren wirtschaftlichen Ergebnissen? Funktioniert dieses Modell auch für den Arbeitgeber?

Rezension von prof. Andrzej Jacek Blikle

…. Das Buch, das der Leser in der Hand hält, ist ein seltenes Beispiel des “Bauprotokolls” einer “türkisfarbenen” Firma. Frederic Laloux beschrieb in seinem Buch zwölf Organisationen, aber er konzentrierte sich auf ihr aktuelles Bild. Andrzej Jeznach teilt mit den Lesern seine Erfahrungen und Reflexionen aus der Vergangenheit. Für jemanden, der diesen Weg in seinem Unternehmen wiederholen möchte, ist es ein sehr wertvolles Gut. Es ist auch wichtig, dass der Autor nicht nur über Erfolge schreibt, sondern auch über seine Dilemmas und Probleme, die nie vermieden werden können. Zur gleichen Zeit formuliert er viele wertvolle Gedanken, die ein Wegweiser für Adepten der “türkisfarbenen” Handlung sein können. Hier sind einige, die mich besonders stark angesprochen haben:

“Mit der Zeit bemerkte ich jedoch, dass diese ganze Reorganisation auch “Nebenwirkungen” mit sich brachte und nicht die, die ich befürchtete, sondern im Gegenteil. Meine Firma entwickelt sich und prosperiert nicht nur gut, sondern sah ich, dass sich meine Mitarbeiter mehr erfüllt und zufrieden fühlen. Dass die Atmosphäre im Unternehmen besser wurde und dass sich die Beziehung zwischen mir und den Mitarbeitern deutlich verbessert hat. Die Mitarbeiter folgen meinen Anweisungen nicht mehr. Sie entscheiden selbst. Ich habe dadurch mehr Respekt für sie gewonnen, weil ich jetzt oft von ihnen lerne. Sie entscheiden über die Ergebnisse des Unternehmens. Sie alle wurden viel wichtiger für das Unternehmen und für mich” (Seite 18).

“Heute, stelle ich  mit voller Überzeugung fest, dass, wenn der Chef  immer der weiseste, effizienteste und kenntnisreichste Mensch in der Firma ist, die Prognosen für die Zukunft dieses Unternehmens nicht besonders positiv ausfallen” (Seite 40).

“Aber wir müssen nicht unbedingt die Welt verändern. Normalerweise reicht es aus, wenn wir unser eigenes Leben zum etwas Besseren verändern” (Seite 174).

“Die meisten von uns vergessen, dass wir, wenn wir die Welt zum Besseren verändern wollen, müssen wir immer  zunächst mit uns selbst, dann mit dem  eigenen Heim und Hinterhof beginnen” (Seite 188).

Die Welt ist noch kein “türkisfarbener” Ozean. Mangel an Vertrauen und Verantwortung, Neid, Täuschung und Heuchelei sind immer noch nicht ungewöhnlich. Aber türkisfarbene Inseln beginnen aufzutauchen, mit der Zeit werden sich auch  Archipelen und Kontinente bilden. Und die Firma GERSO von Andrzej Jeznach ist eine von ihnen.

Andrzej Blikle,  7. November 2016

 

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